Der Irak-Konferenz müssen weitere Schritte folgen
AG Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung Zur Irakkonferenz in Scharm El Scheich und zum Diskussionspapier des Bundesaußenministers zur Multilateralisierung des Brennstoffkreislaufes erklärt der Sprecher für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich: Die Aufnahme direkter Gespräche zwischen der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice und dem syrischen Außenminister Walid al Moallem ist ein gutes Signal. Die Irak-Konferenz und das kurze Gespräch zwischen Rice und ihrem iranischen Amtskollegen Manutscher Mottaki sollten nun zum Anlass genommen werden, um von amerikanischer Seite aus nun auch in direkte Verhandlungen mit dem Iran einzutreten. Damit verbunden bleibt die Hoffnung, dass sich dadurch auch die festgefahrenen Fronten im Zusammenhang mit dem iranischen Programm zur Urananreicherung auflösen lassen. Die Beispiele Libyen und Nordkorea zeigen, die Bedeutung eines solchen Dialogs. In diesem Zusammenhang kann auch der Vorschlag des Bundesaußenministers an die IAEA dazu beitragen, dass die Zahl der Staaten, die Uran anreichern nicht weiter wächst. Das Auswärtige Amt hat hierzu ein Diskussionspapier für die Beratergruppe des Generaldirektors der IAEA erarbeitet, in dem das Interesse an einer Nichtverbreitung und eine gesicherte Versorgung mit nuklearem Brennstoff in Einklang gebracht werden soll. Mit ihrem Diskussionspapier zur Internationalisierung des Brennstoffkreislaufes will die Bundesregierung einen Beitrag zur Abrüstung leisten und die Politik der nuklearen Nichtverbreitung im Rahmen des Atomwaffensperrvertrages stärken. Es liegt nun an den Mitgliedsstaaten der IAEA diesen Vorschlag auf seine Realisierbarkeit hin zu prüfen und zu konkretisieren.
Veröffentlicht:
Berlin, 04.05.2007