Publikationen

The return of Dr Strangelove

A few days ago, US President Donald Trump announced he would be withdrawing 5 000 soldiers from Germany and suspending the 2024 agreement, struck between then-Chancellor Olaf Scholz and then-President Joe Biden, to station American intermediate-range missiles in Germany. It’s not yet certain whether the troops will return to the US or be redeployed elsewhere in Europe , or whether the planned stationing of those weapons, in particular the Tomahawk cruise missiles, will genuinely be abandoned. As so often with Trump’s erratic decision-making, key questions around what this will mean in practice and how it will be implemented remain unanswered.
Veröffentlicht: 
ips-journal.eu, 11.05.2026

Europas Strategielücke

Vor wenigen Tagen hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, 5 000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und die zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und Präsident Joe Biden im Jahr 2024 vereinbarte Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland auszusetzen. Ob die Truppen innerhalb Europas verlegt oder in die USA zurückgeführt werden und ob insbesondere die geplante Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern tatsächlich entfällt, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Wie so oft bei Trumps erratischen Entscheidungen bleiben wesentliche Fragen der Umsetzung und der konkreten Ausgestaltung ungeklärt (...)
Veröffentlicht: 
IPG-Journal.de, 07.05.2026

Zwischen Krieg und Frieden: Europas Sicherheitsordnung im Umbruch

In den vergangenen Jahren haben sich die europäische Sicherheitsordnung und die internationale Politik grundlegend verändert. Die Welt befindet sich in einer Art „Interregnum“ im Sinne Antonio Gramscis, einer Zeit also, in der die alte Ordnung zerfällt und sich eine neue noch nicht herausgebildet hat. Was wir derzeit erleben, ist eine unbestimmte Phase der Unsicherheit, der globalen Machtverschiebungen und der wachsenden Konkurrenz um geopolitische Einflusssphären, wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft sowie um den Zugang zu kritischen Rohstoffen und Handelswegen. (...)
Veröffentlicht: 
Zeitschrift für sozialistische Wirtschaft und Politik, 266 – 01/2026

La tentación militarista de Europa

El canciller alemán Friedrich Merz reabrió el debate sobre la «política de poder» al plantear que Alemania y Europa deben adaptarse a un orden internacional marcado por la guerra y la rivalidad entre grandes potencias. Pero reducir ese giro a una lógica principalmente militar no solo distorsiona la tradición política europea, sino que amenaza con erosionar el multilateralismo y la legitimidad democrática que sostienen su influencia global.
Veröffentlicht: 
Nuso.org, 11.02.2026

Rückkehr der Machtpolitik

Bundeskanzler Friedrich Merz hat kürzlich in einer Regierungserklärung im Deutschen Bundestag die Grundzüge der deutschen Außenpolitik umrissen. Hintergrund waren der weiterhin andauernde russische Krieg gegen die Ukraine sowie die zugleich verstörenden und zerstörenden Aktionen der Trump-Regierung. Besonders aufhorchen ließ dabei der Satz, Deutschland und Europa müssten wieder selbst „die Sprache der Machtpolitik“ lernen und sich zu einer „europäischen Macht“ entwickeln. Ob der Begriff der „Machtpolitik“ vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und des erklärten Willens, zur stärksten konventionellen Streitmacht in Mitteleuropa zu werden, wirklich angemessen ist, darf bezweifelt werden. (...)
Veröffentlicht: 
IPG-Journal.de, 05.02.2026

Das neue nukleare Zeitalter

Der kürzlich in den Kinos und auf Netflix erschienene Thriller A House of Dynamite greift auf eindringliche Weise ein Thema auf, das nach dem Ende des Kalten Kriegs lange Zeit als überwunden galt: die Gefahr eines atomaren Armageddons. In dem Film von Kathryn Bigelow entdeckt das US-Militär plötzlich eine Interkontinentalrakete über dem Pazifik, die innerhalb weniger Minuten das US-Festland erreichen könnte. Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt der Film, wie politische und militärische Entscheidungsträger versuchen, auf die Krise zu reagieren. Dabei wird deutlich, wie verwundbar wir trotz hoch entwickelter Abwehrsysteme und strategischer Planspiele sind und wie rasch ein einzelner Angriff mit Atomwaffen binnen Minuten in eine globale Katastrophe eskalieren könnte (...)
Veröffentlicht: 
IPG-Journal.de, 27.10.2025

50 Jahre Schlussakte von Helsinki: Sicherheit geht nur gemeinsam, heute mehr denn je

Am 1. August dieses Jahres jährte sich die Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE) in Helsinki zum 50. Mal. Nur wenige Jahre nach der Kubakrise (1962) und dem gewaltsamen Einmarsch des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei (1968) markierte die KSZE einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte des Kalten Krieges.
Veröffentlicht: 
in: Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Ausgabe: 9/2025, 01.09.2025

One thing is certain

Since the start of Israel’s Operation Rising Lion on 13 June 2025 and the subsequent US air strikes on Iranian nuclear facilities in Fordo, Natanz and Isfahan, the risk of uncontrolled escalation and a regional conflagration in the Middle East has increased dramatically. It is still unclear how badly the nuclear facilities were actually damaged by the Israeli and US attacks. While President Donald Trump spoke of a ‘spectacular military success’, The New York Times stated, citing a preliminary report by the Defense Intelligence Agency, that the Iranian nuclear programme may have been delayed by less than six months (...)
Veröffentlicht: 
ips-journal.eu, 01.07.2025

Zurück an den Tisch

Seit dem Beginn der israelischen Operation „Rising Lion“ am 13. Juni 2025 und den darauffolgenden US-Luftschlägen auf die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan hat sich die Gefahr einer unkontrollierten Eskalation und eines regionalen Flächenbrands im Nahen und Mittleren Osten dramatisch verschärft. Noch ist unklar, wie schwer die iranischen Atomanlagen durch die israelischen und US-amerikanischen Angriffe tatsächlich beschädigt wurden. Während Präsident Trump von einem „spektakulären militärischen Erfolg“ sprach, berichtete die New York Times1 unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht der Defense Intelligence Agency, dass sich das iranische Atomprogramm womöglich nur um weniger als sechs Monate verzögert haben könnte. Zudem soll Teheran bereits im Vorfeld Teile seines angereicherten Urans an geheime Standorte verlagert haben. Ob die Angriffe also letzten Endes das iranische Atomprogramm dauerhaft gestoppt haben oder vielmehr die Überzeugung des Mullah-Regimes von der Notwendigkeit einer nuklearen Bewaffnung nur bestärkt haben, bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als fraglich.(...)
Veröffentlicht: 
IPG-Journal.de,30.06.2025

Europa im Zeitalter der Geopolitik: Zwischen Kooperation und Konfrontation

Am 8. Mai dieses Jahres jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 80. Mal. Die Niederlage der Achsenmächte markierte nicht nur das Ende einer der verheerendsten Konflikte in der Menschheitsgeschichte und einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte, sondern legte auch den...
Veröffentlicht: 
In: Wirtschaftsforum der SPD (Hg.), Visionomics Fünf Säulen für Wohlstand in einer unsicheren Welt, Dietz Verlag, S. 276-281.

Seiten