Freundschaft im Dienste Europas
Auch 60 Jahre nach der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags ist die Beziehung zwischen Paris und Berlin wichtig für die EU. Vor 60 Jahren unterzeichneten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 den „Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit“ im Salon Murat des Élysée-Palastes in Paris. Der Élysée-Vertrag besiegelte das Ende der jahrhundertealten deutsch-französischen „Erbfeindschaft“ und legte das Fundament für die außergewöhnliche und einzigartige Freundschaft zwischen beiden Ländern im Dienste Europas. Das erste „deutsch-französische Tandem“ bildeten Präsident Valéry Giscard d’Estaing und Bundeskanzler Helmut Schmidt, die mit der Schaffung des Europäischen Währungssystems, der Einführung des Europäischen Rates und der Direktwahl des Europäischen Parlaments bereits in den 1970er Jahren weitreichende integrationspolitische Weichen stellten.(...)
Veröffentlicht:
Frankfurter Rundschau, 18.01.2023