Sitemap einblenden
Dr. Rokf Mützenich MdB

Deutsche Politiker dringen auf UN-Sanktionen gegen Syrien

Von N.N.
Berlin - Wegen des brutalen Vorgehens der syrischen Führung gegen die Opposition fordern deutsche Politiker immer dringlicher UN-Sanktionen. "Es ist absolut verantwortungslos, dass Russland und China eine Verurteilung des Regimes in New York verhindern", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. "Der Sicherheitsrat hätte längst sogenannte smart sanctions beschließen sollen, die gezielt Mitglieder der syrischen Führung und der Sicherheitsbehörden treffen."

Auch der außenpolitische Sprecher der SPD, Rolf Mützenich, bemängelte, dass "der UN-Sicherheitsrat  anders als bei Libyen keine Beschlüsse fasst". Umstritten ist unter deutschen Politikern aber, ob auch der Internationale Strafgerichtshof eingeschaltet werden soll. "In einem solchen Fall der systematischen Verfolgung der Opposition ist dies gerechtfertigt", argumentiert Mützenich.

Polenz riet dagegen dazu, bei den Beschlüssen zu bedenken, was den Syrern selbst am meisten nutze. "Am wichtigsten ist, dass ein brutaler Herrscher wie Baschar al-Assad abtritt. Deshalb sollte kein Weg  beschlossen werden, der etwa das Arrangement eines Exils verhindert", mahnte der CDU-Politiker.

Polenz und der außenpolitische Sprecher der Union, Philipp Mißfelder, sehen die Zurückhaltung der internationalen Gemeinschaft auch als Folge des militärischen Vorgehens in Libyen. "Die USA, Frankreich und Großbritannien sind dort an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen", sagte Mißfelder. "Ein militärisches Eingreifen ist deshalb nicht durchsetzbar, die westliche Gemeinschaft ist zum Zuschauen verdammt."

Polenz betonte, es gebe international in Syrien schon angesichts der heiklen geographischen Lage des Landes keine Bereitschaft, militärisch einzugreifen.

Der SPD-Politiker Mützenich wies dagegen die Vermutung zurück, Libyen sei ein abschreckendes Beispiel. Dort habe die Nato vielmehr gezeigt, dass sie ihr Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung nicht überschritten habe.

Seit Beginn der Proteste in Syrien vor drei Monaten sind nach Angaben von syrischen Menschenrechtsgruppen 1300 Zivilisten und 300 Soldaten getötet worden. Die jüngste Offensive startete das Militär, nachdem in der Proteststadt Dschisr al-Schughur 120 Soldaten getötet worden waren.

Reuters, 14.06.2011
hoch
hoch
Wahlkreis
Karte Wahlkreis 96 Köln III
Seit Oktober 2002 bin ich für den Wahlkreis 96 Köln III im Deutschen Bundestag tätig. Mein Wahlkreis umfaßt die Stadtbezirke Chorweiler (1), Nippes (2) und Ehrenfeld (3).
Fotos
Reise nach Kuweit und Katar
Rolf Mützenich begleitet Bundespräsident Christian Wulff auf dessen Golfstaatenreise, 26.-28. Februar 2011.

weiter zur Fotogalerie
Wahlergebnisse
Karte Wahlkreis 96 Köln III
Die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2009, 2005 und 2002 für den Wahlkreis 96 Köln III finden Sie hier.
 
© Copyright 1997-2013 Dr. Rolf Mützenich MdB: All rights reserved | Impressum