"Geschichte, Inhalte, Ziele
Auf Initiative europäischer und nordamerikanischer Parlamentarier trat
im Jahre1955 erstmals die Konferenz der Mitglieder der Parlamente der
NATO-Mitgliedstaaten zusammen, aus der im Jahre 1966 die heutige
Parlamentarische Versammlung der NATO (NATO PV) hervorging. Die NATO PV
hat sich im Laufe der Jahre zu einem euro-atlantischen Parlament
entwickelt, in dem Parlamentarier aus Europa und Nordamerika über
Fragen und Probleme diskutieren, die die Atlantische Allianz betreffen.
Die NATO PV, in der Parlamentarier aus allen 19 Mitgliedstaaten der
Atlantischen Allianz vertreten sind, sieht ihre Hauptaufgabe darin, die
Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten in allen verteidigungs- und
sicherheitspolitischen Fragen zu fördern,
- die Vorstellungen der Atlantischen Allianz bei der Formulierung nationaler Politiken einzubringen,
- zur Entwicklung einer atlantischen Solidarität in den Ländern der Allianz beizutragen und
- als Bindeglied zwischen den nationalen Parlamenten und der NATO zu dienen.
(...) Als transatlantisches Forum für die Erörterung von
Bündnisproblemen dient die NATO PV in erster Linie dem politischen
Dialog und dem Meinungsaustausch auf internationaler Ebene. Darüber
hinaus liegt die Bedeutung der NATO PV darin, dass die Parlamentarier
durch ihre Entschließungen und Initiativen der Arbeit des
Nordatlantikrates neue Impulse geben können. Dass diese Initiativen der
NATO PV für die Atlantische Allianz unverzichtbar sind, hat sich
insbesondere nach den politischen Veränderungen in Mittel- und
Osteuropa gezeigt, die sowohl für die NATO als auch die NATO PV eine
große Herausforderung bedeuteten. Mit dem Ende des Ost-West-Gegensatzes
und der Überwindung der Teilung Europas war die auf dem Blockdenken
beruhende Bündnisstrategie überholt. Innerhalb der NATO begann ein
Prozess des Nachdenkens über die Anpassung der Strukturen und
Strategien des Bündnisses an die veränderten politischen und
militärischen Gegebenheiten in Europa, dessen jüngster Höhepunkt das
Programm der 'Partnerschaft für den Frieden' darstellt."
Quelle: www.bundestag.de